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Ziele des hyperCube² Projektes ...
Zunächst möchte ich den Namensgeber meines Projektes nicht unerwähnt lassen:
den Sci-Fi-Spielfilm "Cube2: Hypercube". Die Schreibweise ist angelehnt an Shon's gigaQube Projekt. Meine Zielsetzung beinhaltet folgende
Anforderungen an das hyperCube² Projekt:
Der hyperCube²
- ein Fileserver muss her (zukünftig Mailserver etc.)
- folgende Daemons sollen vorerst laufen: Samba, MRTG, tHTTPd
- unterstützung von Festplatten >30GB (im Original ist dies die Grenze)
- hoher Datendurchsatz
- leise Hardware (wohnzimmertauglich)
- geringer Stromverbrauch (<30Watt)
- modernes, flexibles und stabiles Server-Betriebssystem
- ein brauchbares Endergebnis für meine Belange
- neue Erkenntnisse mit exotischer Hard- und Software
- viel Spaß an der Freude ...
- ... und eine große Portion von "Viel dazugelernt" :)
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Die Original-Hardware ...
Sun Cobalt Qube 2
- 64Bit MIPS RISC CPU QED RM5231-250Q (superscalar, 250MHz)
- System Controller: Galileo GT-64111
- PCI-ISA Bridge/ATA Controller: Via VT821C586 (Apollo VP)
- 1x16MB RAM (EDO 3.3V, SIMM-Modul 72 Pin, propietär)
- Maximaler Speicherausbau: 256MB
- Ultra-ATA 10,2 GB Festplatte(Seagate ST310212A)
- Maximale Festplattengröße (BIOS Begrenzung): 30GB
- 2 Netzwerkinterfaces (Tulip) DECchip DC21142 10/100baseTX-FDX
- 6-Tasten-Konsole + 2x16 LCD-Display
- 1 Highspeed-Port (serielle Schnittstelle, SubD9)
- 1 PCI-Steckplatz (propietär)
- 1 Gehäuselüfter (4x4 cm, 12V, ungeregelt)
- 1 kleines, externes 36 Watt Netzteil (12V, 3A)
- Maße: 18,4cm x 18,4cm x 19,7cm
- Gewicht: 2,8kg
- Stromversorgung: 100-240V, 50/60Hz
- Stromaufnahme: 25 Watt
- Betriebsumgebung: 5-40°C, 10-80% Luftfeuchtigkeit
- Lagerumgebung: -10-50°C, 5-93% Luftfeuchtigkeit
- Neupreis (Anno 2000, bei Sun): ca. 2500 US Dollar
- Gebrauchtpreis (Anno 2004, bei eBay): ca. 120 Euro :)
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Das Original-Betriebssystem ...
Cobalt OS4
- (GNU/Linux Kernel 2.0.x)
- Red Hat 5 basierend (MIPS-Port, propietär)
- WebGUI, Apache 1.3, FTP, Samba, E-Mail etc.
- Installation per Rescue-CD via Standard-PC (Netboot)
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Neue Hardware braucht der Qube ...
Als erstes rücke ich dem Massenspeicher zu Leibe. Die original Festplatte
(10,2GB Seagate ST310212A) ist nicht nur viel zu klein für mein Vorhaben, sondern auch viel zu
laut, um auch nur annähernd für mein Projekt brauchbar zu sein. Bei der Auswahl der Harddisk
spielt auch der Stromverbrauch ein wichtige Rolle, damit das kleine Original-Netzteil nicht überlastet wird.
Ein Austausch des Netzteils gegen ein Stärkeres kommt für mich nicht in Frage, da der Stromverbrauch
des hyperCubes² nicht bedeutend höher sein soll wie beim Original.
Also besorge ich mir bei dem Fachhändler meines Vertrauens (Sydra Computertechnik) eine leise, hinreichend schnelle Festplatte,
welche so gut wie keine hörbaren Laufwerksgeräusche produziert:
Ultra-ATA 160GB Festplatte (Samsung SpinPoint SV1604N, 5400 U/min)
- Formatted Capacity = 160GB
- Ultra ATA-133 Compatible
- Fluid Dynamic Bearing Spindle Motor Technology
- High Speed Dual Digital Signal Processor (DSP) Based Architecture
- ATA S.M.A.R.T. Compliant
- ATA Security Mode Feature Set
- ATA Host Protected Area Feature Set
- ATA Automatic Acoustic Management Feature Set
- ATA 48-bit Address Feature Set
- ATA Device Configuration Overlay Feature Set.
- Multi-Burst On-The-Fly Error Correction
- NoiseGuard
- SilentSeek
- Neupreis (Anno 2004, bei Sydra): ca. 90 Euro
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Das mitgelieferte, Original-RAM-Modul (16MB) ist für mein Vorhaben
eindeutig zu unterdimensioniert. Um den Qube mit mehr Arbeitsspeicher zu versorgen, klappere
ich so ziemlich jeden (deutschen) RAM-Spezialisten ab, den Google finden kann. Leider ohne
Erfolg. Zwei Händler haben die Module zwar noch gelistet, da der Hersteller
(in beiden Fällen Transcent) die Produktion jedoch eingestellt hat, können beide
nicht mehr liefern. Also muss ich meine Suche erweitern. Bei einem amerikanischen
Cobalt-Ersatzteilelieferanten (RaQWare) habe ich letztendlich Erfolg: die exotischen Module
sind lieferbar. "Wenn schon - denn schon", denke ich mir und bestelle gleich mal zwei von den
unverhältnismäßig teuren Raritäten. Somit hat der Qube die maximale
Arbeitsspeicherausbaustufe ereicht:
Zwei RAM-Module je 128MB RAM, propietär
- SIMM-Modul 72 Pin
- Extended Data Output RAM (EDO)
- Non-Parity
- Spannung 3.3V
- Zugriffzeit 50ns
- Hersteller (Modul): Edge Memory
- Hersteller (Chips): Samsung
- Neupreis (Anno 2004, bei RaQware): ca. 90 US Dollar pro Stück ( !!! )
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Über den Original-Gehäuselüfter möchte ich nicht viele Worte verlieren.
Hierzu sei nur soviel gesagt: klein, stark, schwarz und nicht gerade leise. Laut Aussage eines ehemaligen
Cobalt-Ingenieurs braucht der Qube eigentlich gar keinen Lüfter. Dieses Risiko möchte ich allerdings
nicht eingehen. Also besorge ich mir einen hochqualitativen Papst-Lüfter und baue
zusätzlich ein Potentiometer (Conrad Electronic) in das Slotblech des Cube2 ein, um die Drehzahl zusätzlich um ca. ein Drittel
zu reduzieren:
Gehäuselüfter, 4x4cm (Papst 412F, 12V)
- Volumenstrom 8 m³/h
- Nennspannung 12V DC
- Spannungsbereich 12-14V DC
- Geräusch 22,1 dB/A
- Leistungsaufnahme 0,7W
- Nenndrehzahl 5400 UPM
- Temperaturbereich -21 bis +70°C
- Lebensdauer ca. 45000 Std
- Neupreis (Anno 2004, bei Conrad): ca. 20 Euro
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Potentiometer (Drehwiderstand)
- Frontplatten- oder Leiterplattenmontage
- Cermet-Ausführung
- Ausführung linear
- Elektrischer Widerstand 1 Kilo Ohm max.
- Toleranz ±10%
- Nennbelastbarkeit 1 Watt bei 70 °C
- Temperaturkoeffizient ±100 ppm/°C
- Linearitätstoleranz ±5%
- Drehwinkel elektrisch 265° ±5°
- Drehwinkel mechanisch 295°
- Temperaturbereich -55 bis +125 °C
- Abm. Gehäuse 12,7 x 12,7 x 11,4 mm
- Achs-Länge 12,7 mm
- Achs-Ø 6,35 mm
- Neupreis (Anno 2004, bei Conrad): ca. 4 Euro
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Ein neues Betriebssystem muss her ...
Auf meiner intensiven Suche nach einem adäquaten Betriebssystem, bin
ich lediglich auf zwei sinnvolle Alternativen zum Uralt-Original-OS gestoßen: Debian MIPS-Port und
NetBSD Cobalt-Port. Beide Betriessystem haben folgende Vorteile und Features:
GNU/Linux Debian "Edge" V4.0 und NetBSD Cobalt-Port
- unterstützt Festplatten welche vom BIOS nicht erkannt werden (30GB Grenze)
- stabile Portierung
- aktive Weiterentwicklung des Ports
- als Server OS konzipiert und bewährt
- sehr gutes Paketmanagment
- eine super Community
- viele Pakete verfügbar
- zur Zeit läuft GNU/Linux Debian "Edge" V4.0 auf meinem Qube
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Links zum hyperCube² Projekt ...
Debian und NetBSD Links:
Hersteller und Händler:
Cube & Cobalt Qube-Projekte:
Wissenswertes zu Hypercubes:
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Danksagung ...
Auf dem Weg zum fertigen hyperCube² haben mir viele Leute über
viele Hürden hinweg geholfen. Daher geht an dieser Stelle ein besonderer Dank an:
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Weitere Projekte ...
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hyperCube² Gallerie
 CPU-Board mit installiertem RAM (insgesamt 256MB).
 Die neuen RAM-Module - doppelseitig bestückt mit je 128MB.
 Der neue Papst-Lüfter mit Verkabelung und Steckverbindern.
 Das in das Slotblech integrierte Potentiometer.
 Lüfter und Potentiometer zusammengesteckt - fertig zum Einbau.
 Der Kubus mit installierter 160GB Samsung Festplatte.
 Fast fertig: Das CPU-Board ist eingebaut und der Papst Lüfter montiert.
 Der fertige hyperCube² ist nun wieder vollständig zusammen-gepuzzelt ...
 Die Frontansicht des hyperCube².
 hyperCube² mit Blick auf das Potentiometer im Slotblech.
 Die Rückansicht des hyperCube².
 Das Bedienpanel mit den Funktionstasten und dem LCD-Display (2x16 Zeichen).
 Ein Blick auf die Anschlüsse: Die serielle Schnittstelle, die Ethernetports, und der Stromanschluss).
Qube 2 Chip Gallerie
 Der 64Bit MIPS RISC Prozessor RM5231-250Q von QED (superscalar, 250MHz)
 Der System Controller Galileo GT-64111
Cube Art Gallerie
 Cube Art: "Impossible Cube"
 Cube Art: "Crucifixion" ("Corpus Hypercubus") Salvador Dali (1954)
Cobalt Art Gallerie
 Cobalt Art: "Cobalt Eye"
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